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"Weg, nur weg" - Lesung mit Alexander Nitz

Am 28. Jänner fand in der Bibliothek Verdistraße eine Veranstaltung mit Alexander Nitz zum Buch „Weg nur Weg“ für die Klassen 2C/som und 2I statt.

Im Buch geht es um die hochaktuellen Themen Flucht und Migration, die nicht selten Wahlkämpfe und Stammtische beherrschen. In 15 Geschichten beschreibt Nitz die Geschichte von BewohnerInnen des Hauses der Solidarität (HdS), die diese erlebt haben oder so ähnlich erlebt haben könnten und geht der Frage nach, was Flucht und Migration mit unserem (Konsum)Verhalten zu tun haben.

Bei seinem ausführlichen Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern ging der Autor vor allem auf das Problem der Obdachlosigkeit ein und suchte mit ihnen Gründe für Armut in Südtirol. Als Gründungsmitglied und Teil der Hausleitung des Hauses der Solidarität (HdS) in Brixen ist er bestens über diese Problematik informiert und konnte den Jugendlichen von konkreten Beispielen berichten. Zudem wurde über das Betteln allgemein diskutiert. Dabei ist klar geworden, dass viele Menschen betteln, um ihre Familie in ihrem Heimatland unterstützen zu können. Sie wohnen oft in provisorischen Unterkünften wie dem Haus der Solidarität oder auf der Straße, um in Ermangelung anderer Alternativen ihrem „Beruf“ nachzugehen. Passend zur Thematik hat Nitz dann auch die Geschichte …. aus seinem Buch vorgelesen.

Seine Anregung am Ende war dann auch, Bettler als Menschen wahrzunehmen und sie einfach zu grüßen, statt sie zu ignorieren.

  

 

 

Die Glühbirne - Junge Literatur aus Südtirol

Am 19. Dezember 2019 sind vier junge Autorinnen der Gruppe „Die Glühbirne“ der Einladung der Schulbibliothek gefolgt und haben in der Aula Magna der Gymnasien Meran ihre Gedichte und Prosatexte vorgetragen.

Kennengelernt haben sich Carmen Ramoser, Nadia Rungger, Nadia Unterfrauner, Magdalena Ferdigg und Anna Maria Parteli, die leider aus Krankheitsgründen abwesend war, im Jahre 2016 bei einem Schreibprojekt unter der Leitung des Poetry-Slammers Arno Dejaco in Brixen.  Gemeinsam teilten die Oberschülerinnen die Leidenschaft, Texte zu schreiben, an ihnen zu arbeiten, diese auszutauschen. Aus dieser Projektarbeit ging schließlich die Schreibgruppe „Die Glühbirne“ hervor, zahlreiche Lesungen folgten. Die Lust am Schreiben ist nach wie vor ungebrochen, auch wenn mittlerweile Carmen Ramoser in Wien und Nadia Rungger in Graz studieren und die Organisation gemeinsamer Auftritte dadurch etwas schwieriger geworden ist.

Am Ende der kurzweiligen Lesung rief Magdalena Ferdigg die Schülerinnen und Schüler dazu auf, der eigenen Lust am Schreiben, am kreativen Tun mutig Ausdruck zu verleihen.

 

Künstlerische Freiheit

Wissen Sie, warum ich gerne schreibe?
Ich verrat’s Ihnen, denn dabei darf, ich, meine Beistriche, setzen, wo, ich will
Ich darf großes Klein schreiben und Kleines groß
Ich darf den Himmel in andere Farben fassen
Vögel meine Lieblingslieder trällern lassen
oder die bekannte Welt verlassen
Das Gestern kann das morgen gewesen sein werden
und
das nächste Jahr im vergangenen Monat schon an
mir vorbeigezogen sein
Ich kann bestimmen, dass die Sonne Blumen bei Nacht bescheint
Dass sich der Anblick von bunten Blüten mit bunten Blättern vereint
Nähmlich schreibe ich mit H und bin nicht dämlich,
sondern denk mir dabei ganz gemächlich:
Ich schreib mir meine Welt, ganz einfach, wie sie mir gefällt.

Magdalena Ferdigg

 

Für Interessierte:  Eine Auswahl von Texten liegt in der Schulbibliothek in der Verdistraße auf.

 

 

Tag des Vorlesens

Am 15.11.19 war es wieder soweit: Die Wochenzeitschrift DIE ZEIT, die Stiftung Lesen und die Deutsche Bahn Stiftung haben zur Teilnahme am Tag des Vorlesens aufgerufen. Die Initiative will auf die Bedeutung des Vorlesens aufmerksam machen. Kinder brauchen nämlich Vorbilder, damit sie Freude und Spaß am Lesen entwickeln und in ihrem Leben gerne zu Büchern greifen.
11 Schulklassen der Gymnasien Meran haben sich mit großem Engagement an der Aktion beteiligt und für kleine Leserinnen und Leser eine spannende Vorlesestunde in den Sprachen Deutsch, Italienisch und Englisch gehalten.
Die Kinder der Grundschule Albert Schweitzer Meran, der Grundschule Tscherms und der Zollschule Lana lauschten gespannt den unterschiedlichen Darbietungen.
Hier einige Eindrücke:

Kleine Geschichten für kleine Kinder 2A/so
Der Vorlesetag, eine interessante und wertvolle Erfahrung für unsere ganze Klasse und die Schüler der Grundschule. Die Kinder waren sehr aufmerksam und man konnte die Freude in ihren Augen sehen.
Wir haben uns zum Affen gemacht, aber wir würden es immer wieder tun. Wir freuen uns schon auf das nächste Mal.
        

     

 

 

Tag der Bibliotheken mit Matthias Schönweger

Die Schulbibliothek der Gymnasien Meran hat am Freitag, den 25. Oktober im Mehrzwecksaal des Sprachengymnasiums zu einer Autorenbegegnung mit Matthias Schönweger geladen. Nora Gamper, Schülerin aus der 5A/sp zeichnete für die Organisation verantwortlich, ihr gebührt ein großer Dank.
Der freischaffende Künstler und Schriftsteller bot mit Texten aus seinen Werken Der Augenblick/der Wimpernschlag und Spuren im Schnee von gestern eine Performance und involvierte dabei immer wieder das Publikum.
Anhand von mehreren Beispielen zeigte er auf, wie er bei seinen Texten mit verschiedenen Ebenen der Lesbarkeit arbeitet und sprachübergreifend mit der deutschen Standardsprache, dem Italienisch und dem Südtiroler Dialekt spielt. Des Weiteren ist Schönweger ein fundierter Kenner der Philosophie und beheimatet in den antiken Sprachen Latein und Altgriechisch

Anhand von mehreren Beispielen zeigte er auf, wie er bei seinen Texten mit den verschiedenen Ebenen der Lesbarkeit arbeitet und sprachübergreifend mit der deutschen Standardsprache, dem Italienischen und dem Südtiroler Dialekt spielt. Des Weiteren ist Schönweger ein fundierter Kenner der Philosophie und beheimatet in den antiken Sprachen Latein und Altgriechisch. Hier eine Kostprobe:

DI MOG I
WEIL DU MI
MOCHN LOSCH
UND
I DI MOG
WEIL DU MI
LOCHN
MOCHSCH
MOG DI I
MOG I DI

I MOG DI

Zwischendurch gab er Interessantes aus seiner Biographie zum Besten. Als Spross einer Partschinser Malerfamilie kam er schon als Kind in der Werkstatt der Eltern in Berührung mit Farben und vielfältigen Maltechniken. Später wurde er als Fußballtalent entdeckt und Mitglied der Jugendmannschaft von Fortuna Düsseldorf. Der militärische Drill beim Training verleidete ihm den Spaß am Sport und führte dazu, dass der Jugendliche, als er sich in der deutschen Großstadt die Zeit vertrieb, dem deutschen Aktionskünstler Joseph Beuys begegnete, der ihn künstlerisch inspiriert hat.

Wir danken Matthias Schönweger ganz herzlich für seine Bereitschaft, sich und sein Werk an unserer Schule vorzustellen.

Der Tag der Bibliotheken, der mit der Lesung an unserer Schule begangen wurde, ist 1995 in Deutschland unter der Schirmherrschaft von Richard von Weizäcker ins Leben gerufen worden. Seitdem machen alljährlich am 24. Oktober die Bibliotheken mit einem bunten Veranstaltungsprogramm auf ihre Rolle als Lernort, Informationsort und Ort der Begegnung aufmerksam. Seit 2009 beteiligen sich auch viele Südtiroler Bibliotheken an dieser Aktion.